Vortrag von Fabian VogtIn welchem Himmel wollen Sie wohnen?
Mit dieser Frage startete Fabian Vogt seinen Vortrag und hatte umgehend das Interesse des Publikums in der Aula der Geschwister-Scholl-Schule in Alsfeld geweckt.
„100 Dinge, die du NACH dem Tod auf keinen Fall verpassen solltest“ so lautet der vollständige Titel der Veranstaltung, zu der der Alsfelder Hospizverein den Theologen und Musiker Fabian Vogt eingeladen hatte.
In seinem gut einstündigen Vortrag, den er selbst mit Gitarre und eigenen Liedern bereicherte, nutzte Vogt jeden Moment, um die Ergebnisse seiner ausführlichen Recherche zum Thema „Jenseits“ mit seinem interessierten Publikum zu teilen. Die Welt ist voller faszinierender Jenseitsvorstellungen, die unsterbliche Erlebnisse versprechen und sich natürlich im Laufe der Jahrhunderte stark verändert haben. Gab es in der Vorstellung früher 40 Jahre Lebenszeit auf der Erde und anschließend eine ganz große Ewigkeit, so gilt heute eher: Nach 80 Jahren kommt nichts mehr.
„Machen Sie sich selbst Gedanken darüber, wie Sie sich das Jenseits vorstellen, sonst machen das andere für Sie“ lud Fabian Vogt seine Gäste zum eigenen Nachdenken ein. Er öffnete mit seinen Bildern und Klängen einen weiten Raum, gewährte Einblicke in die Welt verschiedener Kulturen und Religionen und beschrieb auf sehr lebendige Weise die unterschiedlichsten Jenseitsvorstellungen.
Als evangelischer Theologe griff er natürlich auch biblische Bilder und Geschichten auf, über ein Leben nach dem Tod nachzudenken.
„Wenn wir uns Gedanken über das Jenseits machen, dann hat das Auswirkungen auf unser Leben im Diesseits“ ist sich Fabian Vogt sicher. „Wenn wir eine Vorstellung davon haben, wo wir hinwollen, prägt das unser gegenwärtiges Leben.“
Das Publikum bedankte sich mit einem langanhaltenden Applaus. Hedwig Kluth überreichte im Namen des Alsfelder Hospizvereins ein Präsent und bedankte sich für den interessanten und tiefgründigen Gedankenausflug.
Natürlich hatte der beliebte Kabarettist und Autor auch einige seiner Bücher dabei, die er im Anschluss an seinen Vortrag gerne signierte.
Fotos: P. Geier/A. Kluth