15.10.2015 Einblicke in das Kinder und Jugendhospiz "Kleine Helden" in Hünfeld

An diesem Abend gab Frau Filip den Anwesenden Einblick in die Arbeit im Kinder-und Jugendhospiz "Kleine Helden".

Die Zuhörer tauchten ab in den Alltag der Hospizhelferinnen, die sich tagtäglich und liebevoll um die Patienten und ihre Familien kümmern.

Von den Projekten und Wunscherfüllungen um Kinderherzen glücklich zu machen, von den traurigen aber auch "heldenhaften" Lebensgeschichten der Kinder und Jugendlichen.

Ein emotionsgeladener Abend, bei dem alle mit einem lachenden und einem weinenden Auge nachhause gingen.

 

 

07.05.2015

"Alt werden in einer Leistungsgesellschaft" Vortrag mit Prof. Dr. Dörner

Am 07.05.2015 referierte der Hamburger Psychologe, Prof. Dr. Dr. Dörner, in dem gut gefüllten Saal des Tilemann Schnabel Hauses über den Umgang mit kranken Menschen um die Jahrhundertwende und bis zum heutigen Tag. Er plädierte für die Integration von Arbeitsplätzen speziell für ältere Menschen in deren Berufsfeld, für die Unterbringung von Kranken in Familien. Er spricht sich aus für die Hospizbewegung und gegen die Ausgrenzung die für ihn soziale Euthanasie bedeutet.

10.05.2014

Klangschalenseminar "Reise ins Innere"

Die Hospihelferinnen hatten am 10.05.2014 die Möglichkeit an einem Klangschalenseminar unter der fachkundigen Leitung von Herrn Dieter Gensler teilzunehmen. Das auf die Hospizarbeit zugeschnitttene Seminarprogramm brachte unter anderem die These der Teresa von Avila näher: "Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen."

Dieses Tagesseminar  war ein Teil der Qualifizierung unserer Hospizhelferinnen, um mit dem Medium Klangschale einen neuen Zugang zu den Menschen zu haben, die sie begleiten. "Eine Hilfe und Anleitung für beide, möglichst viele Seiten unseres Lebens zum Klingen zu bringen" so unser Erster Vorsitzender Klaus Schache.

27.03.2014

"Wie Kinder trauern", Vortrag mit Dipl.Psych. M. Sckell

Auftaktveranstaltung des Hospizvereins

Der Hospizverein Alsfeld lud alle Interessenten zu einem öffentlichen Vortrag am 27.03.2014 ein. Im Tilemann-Schnabel-Haus hielt Frau Dipl. Psychologin Mechthild Sckell den Vortrag "Wie Kinder trauern".

Viele Menschen sind unsicher und fragen, ab wann begreift ein Kind Trauer und den Tod? Ist es nicht angebrachter den Tod vor den Kindern zu verbergen? Soll ich mein Kind mit zur Beerdigung eines angehörigen nehmen? Überfordert diese Thematik nicht mein Kind? Auf diese und ähnliche Fragen gab Frau Sckell Antworten. Ganz wichtig ist es das Kind nicht auszuschließen. Es gehört zu dem System und erlebt einen Ausschluss als Vertrauensbruch. "Die Warhheit trägt" so Skell.

Kinder trauern anders als Erwachsene,- tropfenweise. In einem Moment sind sie tief traurig, im anderen spielen und lachen sie. Kinder können ihre Trauer nicht verbalisieren und sind somit auf die Hilfe der Erwachsenen angewiesen. Ein Abendritual oder Gespräche vor dem "zu Bett gehen" wären hilfreich. So müssen sich auch Kinder in ihrer Trauer wahrgenommen fühlen. Wie gut ein Kind mit Trauer umgehen könne, hänge nicht von der Persönlichkeit allein ab, sondern vor allem vom Umgang der Eltern und/oder den Menschen im sozialen Umfeld.

Buchtipp zu dem Thema: "Wie Kinder trauern" zu bestellen unter www.diakonie-web-shop.de oder als Download unter www.diakonie.de/media/kinder-trauern_2010.pdf

07.11.2013

Neuer Erster Vorsitzender im Hospizverein

In der Mitgliederversammlung vom 07.11.2013 wurde Herrn Klaus Schache Pfr.i.R. einstimmig zum Ersten Vorsitzenden des Hospizvereins gewählt.

Der Hospizverein ist hocherfreut, einen würdigen Nachfolger als Vorsitzenden gefunden zu haben, der die Leitung des Vereins im Sinne des Gründers, Herrn Dr. Pfann, fortzusetzen gedenkt. Der Vorstand freut sich auf die zukünftige Zusammenarbeit und sieht durch die Neuwahl den Fortbestand des erfolgreichen Vereins als gesichert an.

Herr Schache ist mit der Thematik und dem Anliegen der Hospizarbeit und Hospizbewegung nicht nur durch seinen Pfarrberuf, sondern auch als ehemaliger Schulpfarrer verbunden. Er arbeitet seit 12 Jahren als Notfallseelsorger im Vogelsberg und doziert an der Altenpflegeschule in Alsfeld zu der Thematik " Sterbebegleitung und Sterbehilfe"

Er ist bemüht die Arbeit von Herrn Dr. Pfann so fortzusetzen und zu entwickeln, dass sie zum Guten für die Menschen und unser Anliegen als Hospizverein wird.

 

 

 

 

 

 

06.11.2013

Dr. Johannes Pfann verstorben

Der Hospizverein ist tief betroffen und trauert um seinen Ersten Vorsitzenden.

Herr Dr. Pfann hat maßgeblich Anteil, das der Hospizverein Alsfeld e. V. 2001 gegründet wurde. Er hat damit diese Stadt reicher gemacht mit dem, was ihm lebenswichtig war:

für Menschen in ihren Nöten und in ihren Grenzerfahrungen da zu sein.

Der Hospizverein verdankt ihm nicht nur die Tatsache, dass Herr Dr. Pfann mit großem Engagement 2001 den Hospizverein gegründet hat und ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist, nämlich ein wichtiges soziales Angebot in unserer Stadt Alsfeld, sondern auch, dass er mit hohem menschlichen Einsatz dafür gesorgt hat, wie der Hospizverein sich ausgerichtet hat: für die Menschen in Not so dazu sein, dass sie bis zum Sterben Hilfe und Unterstützung erfahren und auch danach unsere Begleitung weitergeht und Menschen so unterstützt, dass in allen Krisen die Chance zu neuem Lebensmut liegt.

Dafür gebühren Herrn Dr. Pfann großer Dank und tiefe Anerkennung.

 

 

 

 

 

 

25.10.2012

Schlichtes Monument mit großer Bedeutung – Erinnerungsfeld für Sternenkinder am 25.10.2012 auf dem Alsfelder Friedhof eingeweiht

Mit der Einrichtung eines Erinnerungsfeldes für Sternenkinder hat der Alsfelder Hospizverein nun einen wichtigen Beitrag zur Trauerarbeit verwaister Eltern geleistet. Dieser Ort wurde am 25.10.2012 in einer ökumenischen Feierstunde würdevoll eingeweiht.

Zahlreiche Menschen konnte der 1. Vorsitzende des Hospizvereins auf dem Alsfelder Friedhof an dem Sternenfeld direkt bei den Kindergräbern begrüßen, u.a. Bürgermeister Ralf Becker, die Dekane Dr. Jürgen Sauer, Jerzy Dmytruk, Pfarrer Peter Remy, Fred Weissing vom Diakonischen Werk, Hans Werner Müller als Vertreter des Kreiskrankenhauses sowie zahlreiche Hospizhelferinnen und Interessierte.

Auch Bürgermeister Becker würdigte die Arbeit des Vereins, der dem Tod einen angemessenen Platz im Leben gebe. Man habe einen Ort der Erinnerung geschaffen. Man könne sich nicht vorstellen wie schwer es ist, sich von einem Kind zu verabschieden, dessen Leben noch gar nicht richtig angefangen habe. Trauer, innere Leere und die Frage nach dem Warum quälen die Eltern. Diese Trauer zu leben und einen Platz dafür zu finden, sei daher von großer Bedeutung. Man habe einen Platz geschaffen, der den Kindern die Würde zukommen lasse, die sie verdienen, so Becker.

Es folgt die Andacht durch den kath. Dekan Jerzy Dmytruk und den evang. Pfarrer Peter Remy: Wir alle sind Menschenkinder und Gottes Kinder, so auch die, derer man an diesem Platz gedenkt. Kinder, die fürs Leben geschaffen waren und doch nicht leben durften. Durch dieses Erinnerungsfeld sind sie immer da, so wie die Sterne in weiter Ferne und doch nah. Psalme, Bibelverse und Gebete gaben der Einweihungsfeier den würdigen Rahmen.

Musikalisch wurde die ökumenische Einweihungsfeier vom Posaunenchor Altenburg umrahmt. Seine Klänge untermalten das Spiel der Glassterne in dem Baum über dem Sternenfeld. Pfarrer Remy sprach das Himmelslicht an, das jeder Mensch in sich trage und das die Teilnehmer der Feierstunde symbolisch mit vielen Kerzen auf die basaltenen Umrisse des sternenförmigen Feldes stellten.  

25.10.2012

Gedenkstätte "Sternenkinder" 

Der Hospizverein hat sich, wie schon berichtet, nach einer Ausschreibung für die Gestaltung der Gedenkstätte für Frühchen unter 500 g für das Modell des Steinmetz und Bildhauers T. Hesse entschieden. Die Gestaltung dieser Gedenkstätte ist fast vollständig, es fehlen nur noch die Sterne für die „Sternenkinder“ sowie die pflanzliche Gestaltung durch die Gärtnerei Räther. Im September diesen Jahres soll die Einweihung erfolgen. Hier soll 2 mal im Jahr an die verstorbenen Frühchen erinnert werden. Dieser Platz soll für Eltern die ein Kind durch Fehl- Früh- oder Totgeburt verloren haben, eine Erinnerungsstätte werden. 

„Wenn Du bei Nacht den Himmel anschaust,
wird es Dir sein, als lachten alle Sterne,
weil ich auf einem von ihnen wohne,
weil ich auf einem von ihnen lache.
Du allein wirst Sterne haben,
die lachen können.“
(A.St. Exupe´ry)

06.09.2012

Ein Vortrag von Barbara Dobrick am 06.09.2012 - „Unerwartete und widersprüchliche Trauergefühle“

Trauern ist ein Prozess, zu dem gegensätzliche und unerwartete Gefühle gehören können, u.a. Erleichterung oder Wut. Wenn Trauergefühle verboten erscheinen – verboten durch das gesellschaftliche oder familiäre Umfeld, verboten aber vielleicht auch durch individuelle Tabus -, lässt sich nur schwer über sie sprechen. Manchmal wirken Konventionen und Tabus aber noch gründlicher, so dass manche  Gefühle nicht mal zu spüren sind und gar nicht ins Bewusstsein gelangen.
Je mehr wir über die Bandbreite von Trauergefühlen und über deren Gründe erfahren, umso weniger müssen wir solche Gefühle abweisen und umso besser können wir Trauerende verstehen und beantworten.
Anlässlich der Eröffnung des Trauercafés in der Alten Molkerei hatte der Hospizverein Alsfeld Barbara Dobrick als Referentin eingeladen.
Am 06. September 2012 um 17.00 Uhr fand der Vortrag im Tilemann über Trauergefühle statt.

Bekannt wurde die Autorin von Sachbüchern und Romanen durch ihr 1989 erschienenes Buch „Wenn die alten Eltern sterben. Das endgültige Ende der Kindheit“.

Es wurde das Standardwerk zu diesem Thema, ausgezeichnet und vielfach übersetzt. In Dobricks jügstem Buch „ Vom Lieben und Sterben. Konflikte, Nöte und Hoffnungen Angehöriger“ geht es um das Erleben von Menschen, die jemanden verlieren, der das durchschnittliche Lebensalter noch nicht erreicht hat, um Sterbeprozesse aus dem vollen Leben heraus.

17.01.2012

Dr. Pfann stellt am Neujahrsempfang vom 17.01.2012, die Entwürfe zur Grabgestaltung vor.

Der Tod von Kindern - gleich in welcher Schwangerschafts- oder Lebenswoche findet in der Gesellschaft kaum Beachtung. Eine Bestattung von Kindern unter 500g Geburtsgewicht ist nicht vorgesehen. Eltern trauern unabhängig davon, ob und wie lange ein Neugeborene gelebt hat. Deshalb wollen wir uns für die Eltern und Kinder stark machen.

Viele betroffene Eltern leiden noch nach Jahren unter dem Verlust ihres verstorbenen Kindes, weil ihnen nie die Möglichkeit eines würdevollen Abschieds zugestanden wurde. Ihre Kinder wurden und werden oft nach der Geburt in den Krankenhäusern „entsorgt“ und die Eltern in ihrem Schmerz allein gelassen. Auch Ihnen soll dieser Platz ein Ort der Trauer und Entlastung, ein Ort der Ruhe, der Erinnerung und der Hoffnung werden.

Um dieses Projekt zu verwirklichen hat der Hospizverein Alsfeld e.V. mit der Stadt Alsfeld Kontakt aufgenommen, um ein Grabfeld/Erinnerungsfeld auf dem Alsfelder Friedhof zu errichten.  Daraufhin hat die Stadt Alsfeld dem Hospizverein sofort einen Platz bei den Kindergräbern zugesichert. Die ersten Entwürfe zur Gestaltung liegen uns bereits vor.

Dieses Projekt wird von Spendengeldern finanziert. Sollten auch Sie uns hierfür eine Spende zukommen lassen wollen, bitten wir Sie in Ihrer Überweisung die Bemerkung „Grabfeld“ anzugeben. Herzlichen  Dank.